Wissen
Trocken bleiben ist kein Zufall. So funktioniert deine Regenjacke.
Was macht eine Jacke dicht, wie viel Wassersäule brauchst du wirklich und warum wirst du manchmal trotzdem nass? Hier siehst du es im Labor und im Drucktest.
Das Labor
Was eine Regenjacke dicht macht
Außen perlt der Regen ab, innen zieht Wärme als Dampf nach draußen. Dazwischen liegt die Membran. Wie die Lagen aufgebaut sind, entscheidet über Gewicht, Gefühl und wie viel Regen die Jacke wegsteckt.
Die Robuste: für lange Touren, Rucksack und Regen über Stunden.
- 1Obermaterial mit Imprägnierung
Regen perlt in Tropfen ab, statt den Stoff vollzusaugen.
- 2Membran
Hält Tropfen draußen, lässt Wasserdampf von innen nach außen.
- 3Innenstoff, fest verbunden
Obermaterial, Membran und Innenstoff sind zu einem Stoff verbunden. Nichts verrutscht, nichts scheuert durch.
Typisch für 3 Lagen
Stark bei Lange Touren, Berg, Dauerregen
14 unserer Topseller sind 3-Lagen-Jacken:
Die Wassersäule
Wie viel Druck hält der Stoff?
Die Wassersäule sagt, wie viel Wasserdruck ein Stoff aushält, bevor Wasser durchdrückt. 10.000 mm entsprechen etwa 1 bar, so viel wie eine 10 Meter hohe Wassersäule.
- Regen von oben drückt nur leicht.
- Rucksackgurte pressen das Wasser in Schultern und Rücken.
- Sitzen und Knien auf nassem Boden drücken am stärksten.
Für lange Regentage mit Gepäck lohnt deshalb mehr Reserve.
Wassersäule: Was der Wert wirklich aussagtWie viel halten sie aus?
Tipp auf eine Jacke: Wir zeigen sie dir in der Kaufberatung.
Gut zu wissen
Fragen, die wir oft hören
Wasserdicht oder wasserabweisend: Was ist der Unterschied?
Wasserabweisend heißt, Tropfen perlen an der Oberfläche ab, bis der Stoff irgendwann durchnässt. Wasserdicht heißt, eine Membran oder Beschichtung hält das Wasser auf, und die Nähte sind verklebt. Für echten Regen brauchst du wasserdicht.
Warum bin ich unter der Jacke trotzdem nass?
Meist ist das Schweiß, kein Leck. Bei Anstrengung entsteht mehr Feuchtigkeit, als selbst eine gute Membran nach außen bringt, und sie schlägt sich innen nieder. Tempo rausnehmen, Belüftungsreißverschlüsse öffnen und eine Schicht weniger darunter tragen hilft.
2, 2,5 oder 3 Lagen: Was brauche ich?
Für Stadt und Alltag reichen 2 Lagen mit Futter, sie tragen sich angenehm. 2,5 Lagen sind leicht und passen in jede Tasche, ideal als Jacke für den Notfall. 3 Lagen sind am robustesten, wenn du lange im Regen und mit Rucksack unterwegs bist.
Wie viel Wassersäule ist genug?
Für draußen sind 10.000 mm ein guter Startwert. Mehr Reserve lohnt sich, wenn du stundenlang im Regen gehst, kniest oder einen schweren Rucksack trägst, denn dabei steigt der Druck auf den Stoff. Mehr ist aber nicht automatisch besser: Nähte, Reißverschlüsse und Imprägnierung entscheiden mit.
Wie pflege ich meine Regenjacke?
Wasch sie nach dem Pflegeetikett, am besten mit einem Waschmittel für Funktionskleidung und ohne Weichspüler. Schmutz und Hautfett schwächen die Imprägnierung. Viele Hersteller empfehlen danach etwas Wärme, damit das Wasser wieder abperlt. Was das Etikett deiner Jacke sagt, gilt.
Welche Größe nehme ich?
Die Regenjacke ist die äußerste Schicht, darunter sollte ein Fleece Platz haben. Heb die Arme: Die Ärmel sollten nicht hochrutschen. Achte auf das Größensystem der Marke, einige nutzen britische Größen oder Konfektionsgrößen. Die Größentabelle steht auf jeder Produktseite.
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