Regenjacken-Check
Die Wassersäule steht auf fast jedem Etikett, aber welcher Wert reicht für deine Tour? Der Check fragt, wie lange und wie stark es regnen soll. Dann bekommst du eine Mindestzahl, an der du Jacken vergleichen kannst.
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So funktioniert die Berechnung
Die Wassersäule wird im Labor nach ISO 811 gemessen: Wasser drückt von oben auf den Stoff, bis Tropfen durchkommen. Die Höhe dieser Säule in Millimetern ist der Wert auf dem Etikett.
Der Check ordnet deine Angaben in drei Stufen: bis zwei Stunden leichter Regen 10.000 mm, bis sechs Stunden 15.000 mm, darüber oder bei starkem Regen 20.000 mm. Die Stufen sind unsere Empfehlung mit Reserve, weil Rucksackgurte und Knie beim Gehen zusätzlichen Druck auf den Stoff bringen.
So liest du das Ergebnis
Die Zahl ist ein Mindestwert. Höher ist nicht automatisch besser, wenn dafür die Atmungsaktivität leidet.
Genauso wichtig wie die Wassersäule sind verklebte Nähte, eine gut einstellbare Kapuze und Belüftungsöffnungen, damit du von innen nicht nass wirst.
Häufige Fragen
Warum werde ich trotz hoher Wassersäule nass?
Oft ist es Schweiß. Eine Jacke kann nur begrenzt Feuchtigkeit nach außen lassen. Öffne bei Anstiegen die Belüftung und zieh darunter keine Baumwolle an.
Was bringt eine frische Imprägnierung?
Sie lässt Wasser abperlen, damit der Oberstoff nicht durchnässt. Die Membran bleibt dicht, aber ein nasser Oberstoff atmet schlechter.
Reicht ein Poncho?
Für kurze Wege und über dem Rucksack ja. Bei Wind und im Gelände ist eine Jacke sicherer.