Editorial
C.A.M.P. – Kletterausrüstung mit Tradition

C.A.M.P. kommt aus der italienischen Bergwelt. Erfahre, wo die Marke ihre Wurzeln hat und worauf es bei der Auswahl ihrer Kletter- und Bergausrüstung ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
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C.A.M.P. führt seine Geschichte auf eine Schmiedewerkstatt von 1889 in Premana zurück.
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Wähle Kletterausrüstung nach Einsatzgebiet und Bedienbarkeit. Ein niedriges Gewicht allein reicht als Kaufgrund nicht aus.
- 03
Stimme beim Seilkauf Durchmesser und Länge auf Sicherungsgerät und Route ab.
- 04
Prüfe vor der Tour die Gebrauchsanleitungen und aktuelle Rückrufhinweise für deine Modelle.
C.A.M.P.: Kletterausrüstung mit Tradition seit 1889
Wer hinter C.A.M.P. steckt, lässt sich klar beantworten: eine italienische Bergsportmarke mit Wurzeln im Metallhandwerk. Ihre Geschichte beginnt 1889 bei Nicola Codega in Premana. Heute richtet sie sich an Menschen, die klettern, bergsteigen oder auf Skitour gehen, und bietet daneben Ausrüstung für professionelle Höhenarbeit an.
Für deine Auswahl lohnt der zweite Blick. Ein Helm für den Klettersteig, ein Seil für die Halle und ein Stock für den Zustieg lösen unterschiedliche Aufgaben. Wir ordnen die Herkunft der Marke ein und zeigen, welche Kriterien dir beim Vergleich ihrer Produkte helfen. Denn eine lange Geschichte sagt noch nicht, welches Modell zu deiner Tour passt.

Geboren aus lokaler Handarbeit in Premana
Am Anfang stand eine Schmiede. Nach der Unternehmensdarstellung führte Nicola Codega den Betrieb, bevor ihn sein Sohn Antonio übernahm. C.A.M.P. beschreibt sich heute als Unternehmen unter Leitung der vierten Familiengeneration. Damit bekommt das Wort Tradition einen konkreten Bezug: Es geht um einen Familienbetrieb mit handwerklichem Ursprung.
Auch der Markenname verweist auf den Herkunftsort. Die offizielle Schreibweise seiner Auflösung lautet „Costruzione Articoli Montagna Premana“, sinngemäß die Herstellung von Bergartikeln in Premana. Der Ortsname ist damit ein fester Teil der Markenidentität.
Tiefe Wurzeln, globale Perspektiven: Gewicht sinnvoll abwägen
Bei langen Zustiegen wird das Gewicht im Rucksack spürbar. Trotzdem wäre es ein Fehlkauf, Helm, Seil oder Gurt ausschließlich nach Gramm auszuwählen. Entscheidend ist, wie gut du mit dem jeweiligen Modell zurechtkommst. Gerade bei sicherheitsrelevanter Ausrüstung gehören die zulässige Verwendung und die passende Kombination mit anderen Teilen an die erste Stelle.
Das zeigt der Seilkauf besonders deutlich. Der Deutsche Alpenverein weist darauf hin, dass dünnere Seile höhere Anforderungen an die Handkraft beziehungsweise die Bedienung stellen können. Dickere Seile können wiederum beim Einziehen mehr Mühe machen. Es gibt also keinen Durchmesser, der unabhängig von Sicherungsgerät und Erfahrung immer die richtige Wahl ist.
Auch bei kleinen Bedienelementen lohnt genaues Hinsehen. Kannst du die Verstellung deines Helms gut erreichen? Lässt sich ein Stock mit deinen Handschuhen einstellen? Solche Fragen bringen dich bei der Auswahl weiter als ein pauschales „leichter ist besser“.
Wann geringes Gewicht für dich zählt
- 1
Wenn du lange Zustiege planst
vergleiche das Gewicht geeigneter Modelle erst nach Passform und vorgesehenem Einsatz.
- 2
Wenn du mit einer Ausrüstungsart noch wenig vertraut bist
priorisiere verständliche Bedienung und praktische Einweisung, bevor du dich für eine besonders reduzierte Konstruktion entscheidest.
Passt zu dir, wenn …
Touren, bei denen du Gewicht und Bedienbarkeit gemeinsam abwägst
Eher nicht, wenn …
Eine Kaufentscheidung allein nach dem niedrigsten Grammwert
Innovative Ausrüstung für vertikale Abenteuer auswählen
Das C.A.M.P.-Sortiment reicht über einzelne Kletterprodukte hinaus. Für die Auswahl hilft eine Trennung nach Aufgaben: Was trägst du am Körper, was gehört zur Sicherung, was unterstützt dich beim Zustieg? So vermeidest du, Produkte aus verschiedenen Einsatzbereichen nur anhand ihrer technischen Daten gegeneinander aufzurechnen.
Einige konkrete Beispiele aus dem SportFits-Sortiment zeigen, worauf du achten kannst. Die aufgeführten Merkmale stehen auf den jeweiligen Produktseiten. Sie ersetzen die Anprobe und die Gebrauchsanleitung nicht.
C.A.M.P.-Ausrüstung nach Aufgabe auswählen
| Aufgabe | Beispiel und belegtes Merkmal | Worauf du bei der Auswahl achtest |
|---|---|---|
Helm zum Klettern oder Bergsteigen | C.A.M.P. Storm: Verstellung mit Drehrad, vier Stirnlampenclips; laut Produktangabe EN 12492 | Sitz und Riemenführung prüfen. Eine Normangabe ersetzt keine passende Größe. |
Stöcke für Wandern und Trekking | C.A.M.P. Laser ADJ: faltbarer Aluminiumstock mit vier Segmenten und Längenverstellung oben | Prüfen, ob Verstellbereich und Packmaß zu dir und deinem Rucksack passen. |
Handschuhe für kalte Touren | C.A.M.P. G HOT Wool Lady: Handfläche aus Ziegenleder, Touchscreen-Funktion an Daumen und Zeigefinger | Fingerbeweglichkeit mit den Bedienelementen deiner Ausrüstung ausprobieren; die Modellbezeichnung allein bestimmt die Passform nicht. |
Auch die bereits im alten Artikel verlinkten Seilmodelle Shadow 9.4 DRY und Kasama 9.7 DRY sind weiterhin im Shop bestellbar. Vor dem Kauf zählt die konkrete Ausführung. Vergleiche Seiltyp, Länge und die Freigaben deines Sicherungsgeräts. Aus dem Zusatz „DRY“ allein solltest du keine bestimmte Imprägnierleistung ableiten.

Vor der Tour zählt die passende Kombination
Unser Rat: Beginne mit der geplanten Aktivität und gleiche dann jedes Ausrüstungsteil damit ab. Ein Markenname ersetzt diesen Abgleich nicht. Für technische Abläufe brauchst du praktische Ausbildung; ein Markenporträt kann sie nicht vermitteln.
Ein häufiger Fehler beim Sportklettern ist ein Seil, das zum Ablassen nicht ausreicht. Der DAV nennt dabei auch abgeschnittene Seile und Routenverläufe abseits der direkten Linie als mögliche Ursachen. Kläre die erforderliche Länge deshalb vor dem Einstieg. Dazu gehört ein gesichertes Seilende gemäß den erlernten Abläufen.
Vier Punkte vor dem Einsatz
Wenn du deine vorhandene Ausrüstung ergänzt, nimm deren genaue Modellbezeichnungen in die Auswahl mit. Damit kannst du Kompatibilitätsfragen gezielt klären, statt aus ähnlichen Produktnamen auf die gleiche Verwendung zu schließen.
C.A.M.P.-Ausrüstung passend zur Tour auswählen
Vergleiche die konkreten Modelle, ihre vorgesehenen Einsatzbereiche und die verfügbaren Größen im C.A.M.P.-Sortiment.
C.A.M.P.-Sortiment ansehen ↗Häufige Fragen zu C.A.M.P.
Häufige Fragen
Wofür steht C.A.M.P.?
C.A.M.P. steht laut Hersteller für „Costruzione Articoli Montagna Premana“. Der Name verbindet die Herstellung von Bergartikeln mit dem italienischen Herkunftsort Premana.
Seit wann gibt es C.A.M.P.?
Die Unternehmensgeschichte beginnt 1889 mit der Schmiedewerkstatt von Nicola Codega in Premana. Der Hersteller beschreibt die heutige Führung als vierte Familiengeneration.
Ist C.A.M.P.-Kletterausrüstung auch für Einsteiger geeignet?
Das hängt vom konkreten Modell und der Aktivität ab. Achte auf passende Größen, verständliche Bedienung und den vorgesehenen Einsatzbereich. Sicherheitsrelevante Ausrüstung solltest du mit praktischer Einweisung kennenlernen.
Welches C.A.M.P.-Seil passt zu meinem Sicherungsgerät?
Ein Seil, dessen Typ und Durchmesser für das konkrete Gerät freigegeben sind. Prüfe dessen Anleitung und die Angaben zur gewählten Seilausführung. Die passende Länge richtet sich zusätzlich nach Route und Verwendung.
Quellen
- C.A.M.P.: Unternehmensursprung, Markenname und heutige Tätigkeitsbereiche ↗
- Deutscher Alpenverein: Empfehlungen zum Toprope-Seil, Durchmesser und Handhabung ↗
- Deutscher Alpenverein: Ausrüstung zum Indoorklettern und Abstimmung von Seil und Sicherungsgerät ↗
- Deutscher Alpenverein: Raus an den Fels – aber sicher! ↗
Inspiration, Wissen und Ausrüstung für Menschen, die draußen mehr erleben wollen.



