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Berge & Reisen

Kapellenrundweg in Schwaz: sechs Kapellen am Silberwald

Kleine weiße Kapelle mit Holzkreuz am Waldrand auf dem Kapellenrundweg bei Schwaz
© Tourismusverband Silberregion Karwendel · silberregion-karwendel.com

Vom Silberwald über den Pflanzgarten nach Wahrbichl: eine einfache Rundwanderung mit 313 Höhenmetern. Mit Bahn und Bus anreisen und am zweiten Tag die Schwazer Altstadt ansehen.

Auf dem Kapellenrundweg in Schwaz wechseln sich kleine Bauwerke und Wanderabschnitte ab. Das gibt dem Tag einen eigenen Rhythmus. Du gehst vom Silberwald zum Pflanzgarten, weiter zu den Höfen von Wahrbichl und auf einer Runde zurück. Sechs Kapellen liegen am Weg.

Die Anstiege gehören dazu: Der Kapellenrundweg ist 6,8 Kilometer lang und hat 313 Höhenmeter im Aufstieg sowie 305 im Abstieg. Der Tourismusverband stuft ihn als einfach ein. Plane ihn dennoch als Wanderung mit Steigung. Wenn du heute ausschließlich eben gehen möchtest, ist eine Runde durch die Altstadt die passendere Wahl.

Kapellenrundweg: ab Parkplatz Silberwald

Rundstrecke
6,8 km
Gehzeit laut TVB
2,5 h
Aufstieg
313 hm
Abstieg
305 hm
Einstufung des TVB
Einfach

Vom Silberwald zu den ersten Kapellen

Start und Ende der Wanderung ist der Parkplatz Silberwald in Schwaz. Die Runde führt überwiegend über Forststraßen und Wanderwege; ein Abschnitt ist asphaltiert. Speichere vor dem Losgehen die Tourenkarte. Die Kapellen geben unterwegs wiederkehrende Orientierungspunkte.

Rund um Schwaz gehören die Kapellen auch zur Geschichte des Bergbaus. Bergleute, die Knappen, suchten hier beim Gebet Beistand für ihre gefährliche Arbeit. Kapellen bei Gehöften ersparten den Menschen im Winter den langen Kirchweg ins Tal. An solchen kleinen Gebäuden lässt sich etwas vom früheren Alltag ablesen.

Nahe am Ausgangspunkt liegt die Kapelle Maria Zell. Damit steht der erste Halt schon am Beginn. Schau dir die Kapelle von außen an und lass den Weg für andere frei.

Vom Start geht es am Waldspielplatz Pflanzgarten vorbei zur Simon-Juda-Kapelle. Wenn Kinder dabei sind, kann der Spielplatz den Beginn auflockern. Behalte dabei die ganze Strecke im Blick. Wer hier schon eine ausgedehnte Pause macht, braucht später entsprechend mehr Zeit für den Rest der Wanderung.

Nimm die Kapellen als Anlass zum Anhalten, nicht als Stationen, die du möglichst schnell abhaken musst. Du kannst jeweils die Form des Gebäudes ansehen und danach wieder ein Stück am Stück gehen. So behält die Runde ihren Zusammenhang. Kurze Fotohalte lassen sich gut in den eigenen Gehrhythmus einbauen.

Über Wahrbichl zurück zum Ausgangspunkt

Bei den Höfen von Wahrbichl liegen die Spuring-Kapelle und die Herz-Jesu-Kapelle. Hier führt die Wanderung an Gehöften vorbei. Bleib auf dem Weg und respektiere private Zugänge. Die Kapellen gehören zur bewohnten Umgebung, durch die du wanderst.

Auf der weiteren Runde folgen die Weissl-Kapelle und die Rote-Sand-Kapelle, bevor du zum Parkplatz Silberwald zurückkehrst. Mit Maria Zell und Simon-Juda sind das die sechs Kapellen des Rundwegs. Den genauen Verlauf zwischen ihnen verfolgst du auf der offiziellen Tourenkarte. Verlasse dich bei Abzweigen nicht allein darauf, irgendwo schon das nächste Dach zu sehen.

Die 2,5 Stunden sind die Gehzeit der Rundwanderung. Für Pausen rechnest du zusätzliche Zeit ein. Dasselbe gilt für den Weg von der Bushaltestelle zum Start und zurück. Die 6,8 Kilometer beschreiben die Runde ab dem Parkplatz Silberwald; dein gesamter Weg an diesem Tag wird bei öffentlicher Anreise länger.

Gemütlich wandern heißt hier auch bergauf gehen

Du kannst den Kapellenrundweg mit vielen Halten gehen und trotzdem die Anstiege spüren. Lass dir dafür Zeit. Beginne bergauf langsam, bevor du außer Atem gerätst, und wähle deine Pausen nach dem eigenen Bedarf. Die nächste Kapelle ist kein Grund, eine nötige Pause aufzuschieben.

Als Einsteiger wählst du diese Runde, wenn du dir 6,8 Kilometer mit 313 Höhenmetern zutraust und für den Abstieg noch Kraft übrig hast. Das ist die entscheidende Voraussetzung. Die Rückkehr zum selben Parkplatz macht die Organisation übersichtlich, nimmt dir aber keinen Anstieg ab. Wer seine Kondition noch nicht einschätzen kann, beginnt mit einer kürzeren Wanderung.

Nimm Schuhe mit griffiger Sohle und ausreichend Wasser mit. Besonders beim Abstieg lohnt ein bewusstes Tempo. Ein Weg, der sich bergauf gut angefühlt hat, kann sich mit müden Beinen anders gehen. Bei rutschigem Untergrund verschiebst du den Ausflug lieber, als die Runde unter Zeitdruck zu Ende zu bringen.

Als Familie den ganzen Weg planen

Für Familien kommt der Kapellenrundweg infrage, wenn die Kinder 6,8 Kilometer mit 313 Höhenmetern bewältigen und ihr Pausen zusätzlich zur Gehzeit einplant. Der Pflanzgarten ist ein früher Anreiz. Die anschließenden Wanderabschnitte sollten sich für die Kinder aber ebenfalls gut anfühlen. Plane den Tag nach ihrem Tempo.

Die Kapellen lassen sich gemeinsam zählen. Interessanter wird es, wenn die Kinder Unterschiede suchen: Welche Form hat das Dach, wie steht die Kapelle zum Weg? Dafür brauchst du kein vorbereitetes Programm. Lass zwischen den Halten auch Raum zum einfachen Gehen.

Wähle die Runde als Familie nicht allein wegen des Spielplatzes am Anfang. Die Strecke führt weiter bis Wahrbichl und zurück. Für einen Ausflug mit Kinderwagen fragst du den Tourismusverband vorher ausdrücklich nach der Eignung des gesamten Wegs; plane ihn bis dahin als Wanderung zu Fuß.

Im Frühling und Herbst unterwegs

Der Tourismusverband empfiehlt den Kapellenrundweg von April bis Oktober; damit kommen Frühjahr und Herbst für die Wanderung infrage. Entscheide nach der tatsächlichen Wetterlage. Nach Schnee oder bei Eis verschiebst du den Tag.

Im Herbst planst du die Runde so, dass auch der Rückweg bei Tageslicht liegt. Halte deine Pausen flexibel. Wenn du merkst, dass du langsamer als erwartet gehst, braucht es keinen zusätzlichen Abstecher. Die sechs Kapellen und die Wanderung dazwischen reichen als Tagesprogramm.

Mit Bahn und Bus zum Silberwald

Ohne Auto fährst du mit der Bahn bis Schwaz und anschließend mit dem Bus bis Schwaz Friedhof. Laut VVT fährt dafür die Linie 2 vom Bahnhof über Stadtplatz und Friedhof. Prüfe die passende Verbindung für deinen Reisetag im VVT-Routenplaner, einschließlich der Rückfahrt. Fahrplanänderungen berücksichtigst du vor dem Aufbruch.

Vom Friedhof folgst du den Wegweisern Richtung Silberwald zum Parkplatz am Eingang. Erst dort beginnt die beschriebene Rundwanderung. Speichere dir den Tourenstart und die Rückhaltestelle getrennt ab. So findest du nach der Runde wieder zum öffentlichen Anschluss.

Für einen Tagesausflug verbindest du die Kapellenrunde mit Hin- und Rückreise am selben Tag. Dafür muss der eigene Fahrplan genug Raum lassen. Setze zuerst die Rückfahrt, dann die Wanderung mit Pausen in den Tagesplan. Bei einer langen Anreise ist eine Übernachtung die entspanntere Möglichkeit.

Zweiter Tag: durch die Schwazer Altstadt

Mit einer Übernachtung kannst du die Kapellenrunde und einen Tag in der Schwazer Altstadt getrennt genießen. Am zweiten Tag beginnst du in der Franz-Josef-Straße. Sie gibt dem Stadtrundgang eine klare Richtung. Nach den Wanderabschnitten am Talrand schaust du jetzt auf die Häuser entlang der Straße.

Zu den Halten gehören das Rathaus und die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt. Plane sie zunächst als Außenansichten. Du kannst die Fassaden ansehen, stehen bleiben und nach Interesse weitergehen. Für diesen Tag brauchst du keinen festen Besichtigungsplan.

Auch das Fuggerhaus siehst du dir von außen an. Es gehört zum Stadtspaziergang. So lässt sich der Tag nach deiner Lust auf Stadt und den verbleibenden Kräften gestalten, ohne noch einmal eine Wanderung anzuhängen.

Die Altstadt hat ihre eigene Strecke; sie steckt nicht in den 6,8 Kilometern des Kapellenrundwegs. Wähle deine Rückkehr zum Bahnhof passend zum Stadtrundgang. Auf der Übersicht zur Silberregion Karwendel findest du weitere Orte der Region, wenn du länger bleiben möchtest.

SF

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