Zum Inhalt

SportFits Travel

Sölden im Oktober: Gletscher-Skitag und Weltcup-Auftakt an einem Wochenende

Zwei Skifahrende mit Ski auf der Schulter an einem Gletscher, unten im Hang ein Rennziel mit Fangzäunen und Zuschauern (KI-generierte Darstellung)
KI-generierte Darstellung

Am 24. und 25. Oktober eröffnet Sölden den Ski-Weltcup. Was am Gletscher schon offen ist, warum dein Skipass zugleich die Eintrittskarte ist und wie du ohne Stau hinauf und wieder herunter kommst.

Das Wichtigste in Kürze

  1. 01

    Der Gletscher in Sölden läuft seit 9. Oktober, Mitte Oktober aber nur am Tiefenbach mit vier Liften und rund sechs Pistenkilometern.

  2. 02

    Die Weltcup-Riesentorläufe sind am Samstag, 24.10. (Damen) und Sonntag, 25.10. (Herren), jeweils um 10 und 13 Uhr.

  3. 03

    Ein gültiger Skipass gilt am Rennwochenende als Stehplatz-Eintritt und Shuttle-Ticket. Wer Ski fährt, braucht kein extra Ticket.

  4. 04

    Das ganze Skigebiet mit Giggijoch und Gaislachkogl öffnet am 12. November, Obergurgl-Hochgurgl am 19. November.

Was im Oktober am Gletscher offen ist

Im Tal riecht es nach Herbst, oben auf 3.000 Metern liegt Schnee. Skifahren in Sölden im Oktober heißt Skifahren am Gletscher. Die Bergbahnen haben den Gletscherbetrieb am 9. Oktober 2026 gestartet und führen die Saison dort bis 2. Mai 2027. Ausgewiesen war ein früherer Herbststart, abhängig von der Schneelage. Gekommen ist er später.

Wie klein der Herbst ist, zeigt die Live-Info der Bergbahnen von Mitte Oktober. Offen waren vier von 31 Liften und 6,3 von 147,2 Pistenkilometern, alle auf der Tiefenbach-Seite: der Sessellift Seiterkar, der Schlepplift Seiterjöchl, das Gletscherband und die Tiefenbachbahn, dazu die Pisten 31, 33, 34 und 38.

Sölden im Herbst

Start am Gletscher
9.10.
Lifte offen, Mitte Oktober
4 von 31
offene Pisten, Mitte Oktober
6,3 km
Start Giggijoch und Gaislachkogl
12.11.

Das ist eine Momentaufnahme. Welche Lifte laufen, entscheidet sich im Herbst täglich. Schau am Vorabend in die Live-Info auf der Seite der Bergbahnen, bevor du hinauffährst.

Tiefenbach und Rettenbach: zwei Gletscher, ein Tunnel

Sölden hat zwei Gletscher. Der Rettenbachgletscher reicht laut Bergbahnen von 2.675 bis 3.250 Meter, der Tiefenbachgletscher von 2.795 bis 3.249 Meter. Verbunden sind beide über den Skitunnel an der Schwarzen Schneid auf 3.240 Metern und die Gletscherskischaukel mit Seiterkar und Seiterjöchl.

Der Charakter ist verschieden. Am Rettenbach liegen rote und schwarze Pisten, dort trainieren Nationalteams. Der Tiefenbach ist sanfter, mit blauen und roten Pisten. Für den ersten Skitag nach dem Sommer passt das gut.

Am Rettenbach liegt auch der Weltcup-Hang. Die Bergbahnen nennen ihn die steilste Abfahrt im Skigebiet, mit bis zu 65 Prozent Neigung, und raten, die Herausforderung nur anzunehmen, wenn du wirklich sicher in der Bindung stehst. Seit 1993 startet dort der Weltcup in den Winter. Wann die Rennpiste für Gäste öffnet, geben die Bergbahnen nicht an. Rechne im Oktober nicht damit.

RettenbachTiefenbach

Höhe

2.675 bis 3.250 m

2.795 bis 3.249 m

Charakter

rote und schwarze Pisten

blaue und rote Pisten

Im Herbst

Rennen und Training

Skibetrieb für Gäste

Voll ausgebaut hat das Gletscherskigebiet neun Anlagen und rund 35 Pistenkilometer. Im Herbst läuft davon nur ein Teil.

Das Rennwochenende am 24. und 25. Oktober

Der Weltcup in Sölden ist ein Riesentorlauf, an zwei Tagen mit je zwei Durchgängen. Dazwischen und abends feiert der Ort. So sieht das Programm laut Veranstalter aus, Änderungen bei schlechtem Wetter vorbehalten.

TagUhrzeitWas

Freitag, 23.10.

ab 17:30

Weltcup-Party am Parkplatz Giggijochbahn, 18:30 Startnummernverlosung Damen

Samstag, 24.10.

10:00 und 13:00

Riesentorlauf Damen, 1. und 2. Lauf am Rettenbachgletscher

Samstag, 24.10.

ab 17:30

Parade der Fanclubs, 18:30 Siegerehrung Damen, 19:00 Startnummernverlosung Herren

Sonntag, 25.10.

10:00 und 13:00

Riesentorlauf Herren, Siegerehrung direkt am Gletscher

Wie die Strecke 2026 genau gesteckt wird, veröffentlicht die FIS erst mit dem Rennen. Im Vorjahr lag der Start beim Herrenrennen auf 2.990 Metern, das Ziel auf 2.670 Metern, dazwischen 320 Höhenmeter und 38 Tore. Was in diesem Riesenslalom technisch passiert, erklären wir in unserem Beitrag Riesenslalom erklärt.

Das ganze Veranstaltungsgelände, am Berg wie im Tal, ist bargeldlos. Nimm Karte oder Handy mit.

Skipass statt Stehplatzticket

Das ist der wichtigste Tipp für alle, die ohnehin Ski fahren. Ein gültiger Skipass gilt am Rennwochenende als Eintritt zum Stehplatz, ebenso die Tirol Regio Card und die Tirol Snow Card. Auch den Shuttle zum Gletscher fährst du damit kostenlos.

Du kannst also morgens am Tiefenbach Ski fahren und zum zweiten Lauf hinüber zum Ziel. Ein Herbst-Skipass für einen Tag kostet laut Bergbahnen an der Kasse 75 Euro, online ist er günstiger. Ab 13 Uhr zahlst du an der Kasse 49,50 Euro. Die Herbsttickets gelten nur am Gletscher.

Wer zwei oder drei Tage bleibt, zahlt an der Kasse 145 beziehungsweise 194,50 Euro. Die Online-Preise sind dynamisch: je früher, desto günstiger. Sie gelten bis fünf Tage vor dem ersten Skitag, danach kostet der Skipass auch online so viel wie an der Kasse.

Wer nur zuschauen will, kauft den Stehplatz. Er schließt den Shuttle zwischen Sölden und Gletscher ein.

1 Renntag online1 Renntag Kassebeide Tage onlinebeide Tage Kasse

Erwachsene

30 €

35 €

51 €

56 €

Jugend, Jahrgang 2011 bis 2020

15 €

20 €

26 €

31 €

Kinder ab Jahrgang 2021

frei

frei

frei

frei

Online kostet der Stehplatz fünf Euro weniger. An der Gaislachkoglbahn gibt es Tickets an beiden Renntagen auch vor Ort, nur mit Karte.

Anreise: Gletscherstraße, Bus und Shuttle

Zum Gletscher führt die Ötztaler Gletscherstraße, 13 Kilometer von Sölden bis zum Rettenbach und durch den 1,8 Kilometer langen Rosi-Mittermaier-Tunnel noch drei Kilometer weiter zum Tiefenbach. Sie steigt im Schnitt um 11 Prozent, höchstens um 13, und erreicht 2.830 Meter. Die Straße ist mautpflichtig. Mit gültigem Skipass fährst du mautfrei.

Ohne Auto fährst du mit der Bahn bis Ötztal-Bahnhof am Taleingang und weiter mit dem Linienbus 320 nach Sölden. Hinauf zum Gletscher fährt bis 22. Oktober die Linie 70, allerdings nur zweimal am Morgen: um 8:35 und 10:05 Uhr ab Sölden, zurück vom Tiefenbach um 15:00 und 16:15 Uhr. Das ist kein Takt. Wer den letzten Bus verpasst, steht oben.

Am Rennwochenende ändert sich das. Von Freitag bis Sonntag parkst du auf allen Flächen der Bergbahnen kostenlos, und der Veranstalter rät, das Auto im Tal stehen zu lassen. Der Shuttle fährt Samstag und Sonntag ab etwa 7:45 Uhr bei Bedarf hinauf, ab 13 Uhr wieder ins Tal. Haltestellen sind Giggijochbahn, Sparkasse und Gaislachkoglbahn. Mit Weltcup-Ticket ist an beiden Renntagen auch der Bus 320 ab Ötztal-Bahnhof gratis.

Wo du am Rennwochenende wohnst

Praktisch ist ein Quartier in der Nähe der Giggijochbahn oder der Gaislachkoglbahn. Dort halten die Shuttles, dort stehen die Parkhäuser mit 500 beziehungsweise 350 Plätzen. Die Weltcup-Party am Freitag und Samstag läuft am Parkplatz der Giggijochbahn, die Parade der Fanclubs zieht am Samstag vom Postplatz dorthin. Wer im Ortskern wohnt, ist also abends zu Fuß dabei und morgens schnell am Shuttle.

Skifahren auf 3.000 Metern im Herbst

Der Herbst am Gletscher ist ein anderes Skifahren als der Hochwinter. Die Bergbahnen präparieren alle Pisten täglich ab 16:30 Uhr, damit sie über Nacht durchfrieren. Morgens sind sie griffig, nach kalten Nächten auch hart. Lass die Kanten vor dem ersten Skitag schleifen.

Frisch präparierte Gletscherpiste mit Kordstruktur am Morgen, dahinter Gletscher und Felsgrate (KI-generierte Darstellung)
Frisch präpariert und über Nacht durchgefroren: Am Morgen sind Gletscherpisten griffig und oft hart. · KI-generierte Darstellung

Eine Lawinenkommission prüft die Pisten täglich. Bei Neuschnee, Wind oder starker Erwärmung werden Abschnitte geräumt oder gesperrt, auch das zeigt die Live-Info.

Wind ist im Herbst der häufigste Spielverderber. Schon kleinräumiger Wind an einer Bergstation kann laut Bergbahnen eine ganze Anlage stilllegen, oft ohne dass man es im Tal merkt. Einen zweiten Berg zum Ausweichen gibt es im Oktober nicht. Die Gaislachkoglbahn, die auch zum ice Q fährt, ist laut Bergbahnen im Sommer bis 4. Oktober und im Winter ab 12. November in Betrieb.

Abseits der Piste gilt im Oktober besondere Vorsicht. Der tägliche Lawinenreport für Tirol erscheint nur im Winter, im Vorjahr ab 28. November. Eine Lagebeurteilung für Touren oder Freeride am Gletscher gibt es im Oktober also nicht. Bleib auf den gesicherten Pisten.

Packliste für den Herbsttag am Gletscher

  • gegen Wind und tief stehende Sonne

  • auf 3.000 Metern ist es kälter, als es im Tal scheint

  • Schnee und Höhe verstärken die Sonne

  • die Pisten sind morgens oft hart

  • am Rennwochenende ist alles bargeldlos

Für Wind und Sonne in der Höhe findest du bei uns Skihelme, Skibrillen und Funktionsunterwäsche. Wenn der Helm vom letzten Winter drückt oder wackelt, lohnt ein Blick auf die Größe.

Mit Kindern im Oktober

Für Familien ist der Tiefenbach die bessere Seite, mit blauem und rotem Gelände. Am Gletscher gibt es Skischulen. Kinder bis Jahrgang 2021 zahlen beim Weltcup keinen Eintritt, ein Herbst-Skipass für Kinder kostet an der Kasse 41,50 Euro.

Kälte, Wind und Höhe bleiben trotzdem. Für Kinder, die sicher fahren und warm angezogen sind, kann ein Rennwochenende ein Erlebnis sein. Für den ersten Skikurs wartest du besser auf den Winter.

Wenn du das ganze Skigebiet willst

Giggijoch und Gaislachkogl starten am Donnerstag, 12. November. Dann gilt der Winterskipass, und Sölden ist mit seinen 31 Anlagen wieder komplett, soweit der Schnee reicht.

Eine Woche später folgt das hintere Ötztal. Obergurgl-Hochgurgl geht am 19. November in die Vorsaison. Am 21. und 22. November fährt dort der Weltcup den Slalom, die Damen am Samstag, die Herren am Sonntag, jeweils um 10:30 und 13:30 Uhr. Wer das Ötztal mit mehr offenen Pisten und trotzdem mit Weltcup erleben will, plant für dieses Wochenende.

Lohnt sich Sölden im Oktober für dich?

  1. 1

    Wenn du Ski fahren und das Rennen sehen willst

    kauf einen Skipass, er gilt als Eintritt und für den Shuttle

  2. 2

    Wenn du nur zuschauen willst

    kauf den Stehplatz online und reise mit Bahn und Bus 320 an

  3. 3

    Wenn du viele Pistenkilometer suchst

    komm ab 12. November nach Sölden oder ab 19. November nach Obergurgl

  4. 4

    Wenn du mit dem Auto kommst

    nimm Winterreifen und park am Rennwochenende im Tal

Passt zu dir, wenn …

Fortgeschrittene, die früh in die Saison wollen und Lust auf das Rennwochenende haben

Eher nicht, wenn …

Alle, die ein großes Skigebiet mit vielen Abfahrten erwarten oder ihren ersten Skikurs machen: Dafür ist der Winter ab 12. November die bessere Zeit

Häufige Fragen

Kann ich am Weltcup-Wochenende in Sölden Ski fahren?

Ja, auf der Tiefenbach-Seite, soweit die Lifte laufen. Der Rettenbachgletscher mit dem Weltcup-Hang ist für das Rennen reserviert. Die aktuelle Liftlage steht in der Live-Info der Bergbahnen.

Brauche ich mit Skipass ein extra Ticket für das Rennen?

Nein. Ein gültiger Skipass gilt laut Veranstalter als Eintritt für den Stehplatz und für den Shuttle. Das gilt auch für die Tirol Regio Card und die Tirol Snow Card.

Was kostet ein Skitag in Sölden im Herbst?

Laut Bergbahnen 75 Euro an der Kasse für Erwachsene, ab 13 Uhr 49,50 Euro. Online ist der Preis günstiger, je früher du kaufst. Das Herbstticket gilt nur am Gletscher.

Kann ich die Weltcup-Strecke selbst fahren?

Die Bergbahnen nennen keinen Termin, an dem der Weltcup-Hang für Gäste öffnet. Rechne im Oktober nicht damit. Der Hang hat laut Bergbahnen bis zu 65 Prozent Neigung und ist nur für sehr sichere Fahrer gedacht.

Wie komme ich ohne Auto zum Gletscher?

Mit der Bahn bis Ötztal-Bahnhof, dann mit dem Bus 320 nach Sölden. Bis 22. Oktober fährt die Linie 70 zweimal am Morgen zum Gletscher. Am Rennwochenende bringt dich der Shuttle hinauf, mit Weltcup-Ticket ist auch der Bus 320 gratis.

Ausrüstung für kalte Tage am Gletscher

Helm, Brille, warme Schichten und Handschuhe für Wind und Sonne auf 3.000 Metern.

Ski-alpin-Ausrüstung ansehen ↗
SF

Inspiration, Wissen und Ausrüstung für Menschen, die draußen mehr erleben wollen.